Niagara; nichts gutes im Kopf, aber Hauptsache Spaß

Klingt spannend, ist spannend und vor allem lesenswert. Die Niagarafälle sind ja wie man sie kennt eines der größten Naturwunder der Welt. Da Kim und ich doch ein wenig nass werden wollten, durfte die Tour zu den Niagara Fällen natürlich nicht fehlen. So buchten wir mitten in der Woche eine Tour zu den Niagara Fällen und standen dann erst einmal vor einem Problem, da die Firma mit der wir diese Tour machten eine Voucher sehen wollten, mussten wir unsere Confirmation ausdrucken, da wir den Vermerk gesetzt, dass wir keinerlei Zugang zu einem Drucker mehr haben, wurde uns eine nette Nachricht geschrieben mit dem Verweis auf die vielen Druckgeschäfte in der Stadt von Toronto, unter anderem war die Rede von „Staples“, welches sehr einfach zu finden war. Problem was mit welchem wir am Vortag konfrontiert wurden war, dass Staples sich gesagt hat, wir brauchen am „Good Friday“ gar nicht erst auf machen, es will ja eh keiner drucken.

Da wir dieses Problem nicht lösen konnten, wurde eine Kopie auf meinem Handy von der Confirmation angelegt, zur Not ein Usb Stick mit dem Dokument und ein Foto auf der Kamera mitgenommen.

Als wir dann am besagten Tag zu unserem vereinbarten Pickup Point kamen, warteten wir auf unseren Bus. Wir waren natürlich über aus pünktlich und als der Bus schon 2 Minuten (ja ist nicht viel, aber dennoch blöde) zu spät war, gingen wir doch runter zur Straße und da kam uns ein lustiger Herr mit einem Niagara-Parks-Schlüsselanhänger um den Hals entgegen, den ich kurzerhand dann ansprach. Nun hatten wir den richtigen Menschen schon gefunden und es ging zu unserem Tourbus. Nach dem Einladen von weiteren Leuten aus anderen Hotels, ging es auch schon los auf den Weg zu Niagara Falls. Unterwegs wurden wir nicht nur von den merkwürdigen Witzen unseres Tourführers unterhalten sondern auch von einem Video mit einem Helikopterflug über die Fälle, da wir beide für Toronto schon gesagt haben, so etwas wäre interessant, waren wir uns schnell einig, dass wir diesen Helikopterflug unbedingt machen müssen. Wie von unserem Tourleiter angekündigt war der erste Stopp gleich an dem Helikopterflughafen und somit ging es für uns in die Lüfte.

Da eine junge, fünfköpfige Familie mit uns in den Heli stieg, waren nur noch vorne und hinten jeweils ein Platz frei. Als ich Kim dann fragte, wo sie hin will, lief sie schon fast zur Beifahrertür des Helis und somit war für mich klar, dass ich sie vorne sitzen lasse und hinten einsteige. Nach ungefähr 9 minütigem Flug, landeten wir sicher wieder am Flugplatz und stiegen aus.

Mit einem leichten kribbeln und sehr guter Laune ging es zurück zur Kasse um uns unsere Fotos anzusehen. Natürlich stockte uns erst etwas der Atem, als wir den Preis sahen, aber so etwas bekommt man leider kein zweites Mal und somit war der Preis dann auch Nebensache. Die Bilder schnell gefunden und da wir drei Bilder wählten, bekamen wir das vierte auch umsonst. Kurz darauf ging es für uns weiter zum zweiten Zwischenstopp, wo wir Souvenirs kaufen konnten, nachdem alle von den Heliflügen wieder da waren, ging es ohne weitern Zwischenstopp zu Niagara Falls.

Dort angekommen wurden wir (zum Glück) durch den Gruppeneingang geführt und durften hinter die Fälle, sprich runter in die Tunnel hinter den Fällen und nach eigenem Ermessen und Tempo die Tunnel erkunden. Naja so spektakulär wie es sich anhört, ist es nun nicht. Es sind halt Tunnel hinter den Fällen mit gerade einmal 3 Aussichtspunkten, wo man die Fälle sehen kann. Da alles noch gefroren war, war es nicht sonderlich spektakulär, allerdings war es relativ frisch da unten, sodass ich meiner Süßen, meine Jacke gegeben habe, da ich einen weitaus dickeren Pulli an hatte und die Frische doch relativ gut gewohnt war dank des Winters in meiner zweiten Heimat Banff. Der nächste Punkt auf der Planung war unser Mittagessen im 12 Stock des Sheraton Hotels ein nettes „All you can eat“ Buffet mit hervorragendem Blick auf beide Fälle. Vollgefuttert wurde auf der Terasse dort noch ein paar obligatorische Fotos geschossen und es ging raus aus dem Hotel und unsere freie Zeit wurde gut genutzt auf der Vergnügungsstraße von Niagara Falls. Alles was wir dort gekauft hatten, war allerdings nur Kopfhörer für Kim aus einem Automaten, ja richtig man kauft Elektronik nicht im Laden sondern an einem Automaten, wie man ihn kennt an Flughäfen oder Busstationen und Süßigkeiten drin sind. Danach ging es wieder zurück in den Bus und mit einem kurzen Fotostopp an dem Whirlpool des Niagara Rivers ging es weiter nach Niagara on the Lake. Ein typisches historisches Städtchen mit alten Kutschen und cooler Westernatmosphäre. Vorort gab es wieder freie Zeit zur Erkundung der Stadt, der erste Laden lockte uns auch schon mit seiner großen Auswahl an Eissorten. Doch nicht nur die Auswahl war riesig bei dem, nein auch die Kugeln Eis waren gigantisch, beide jeweils eine kleine Kugel Eis und wir waren satt. Nach der weiteren Erkundung ging es zu einem Weingut, wo wir dann an einer Weinprobe teilnahmen. Auch wenn Kim noch keine 19 war, konnte sie den Wein probieren, da wir es sagten, dass sie nur 18 ist und ich meine WEIN ist doch auch schon mit 16 in Deutschland erlaubt, also warum sollte sie keinen Wein probieren. Unbemerkt konnten wir beide den Wein probieren. Einen weißen der durchaus lecker war, einen roten, der irgendwie ganz und gar nicht mein Fall war, und dann den Eiswein wofür Kanada ja auch als größter Produzent bekannt ist. Der Eiswein, war verdammt süß und definitiv nicht der Fall von Kim also durfte ich den Rest von ihr auch noch trinken. Zuckersüß schoss der Alkohol auch schon in den Kopf, da der interessante Eiswein, aufgrund der aufwendigen Produktion, verdammt teuer war, entschied ich mich den doch lieber im Laden zu lassen und damit ging es nun wieder in den Bus und zurück nach Toronto.

In Toronto angekommen, ging es für uns erst einmal wieder in die Wohnung und nach kurzem Überlegen ging es dann noch den CN – Tower hoch. Nichts sonderlich spektakuläres, aber irgendwie doch immer interessant die Stadt von oben im Dunkeln zu sehen. Nach kurzer Zeit ging es wieder runter und wir hatten wieder sehr viel Spaß, da wir lustiger weise wieder ein Airhockey finden konnten und noch andere lustige Maschinen, ich ärgere mich gerade, dass ich beim Tanzen nicht die Kamera aufgestellt habe, aber Mausi sagte auch ganz deutlich NEIN, aber lustig wäre es aufjedenfall gewesen. War aber auch so schon verdammt lustig, nachdem ich dann noch zeitgleich zwei Ein-Dollarstücke in eine Boxmaschine zwingen musste, waren wir auch schnell wieder auf dem Weg nach Hause machten uns ein Happen zu essen und der nächste Tag durfte kommen.

 

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