Sa

23

Mär

2013

Bus und Co oder so

Nach nun schon wundervollen und einfach tollen 7 Tagen in New York/New Jersey, heißt es nun Au Revoir New York, wir kommen wieder. Wir wissen zwar nicht wann, aber eins steht fest, wir kommen wieder, es fehlten ja auch ein paar Sehenswürdigkeiten, die man jetzt noch nicht so interessant findet, aber vielleicht später doch durchaus mal anschauen möchte. Sehenswertes was wir ausgelassen hatten ist zum Beispiel: eine Broadwayshow, die Freiheitsstatue (war geschlossen aufgrund von Sandy) genauso wie Ellis Island, des Weiteren das „One World Trade Center“ aber auch ein paar Museen, welche für uns nicht sonderlich im Vordergrund standen, sondern eher auf der Liste – Wenn wir es schaffen dann okay, ansonsten ist es auch nicht schlimm! – zu finden waren.

Für uns ging es nach einer doch durchaus sehr kurzen Nacht wieder raus, denn um kurz vor 7 ging unser Bus in Richtung Toronto und wir mussten mindestens eine Stunde eher da sein und mit insgesamt 3 Gepäckstücken in einen „Öffi–Bus“ steigen, welcher nicht für Snowboards oder „riesen Koffer“ ausgelegt war, klingt alles kompliziert und etwas Sorgen machte ich mir da auch, daher ging es doch sehr früh raus für uns und auf zum Bus.

Das erste Problem, welches es zu meistern gab, wie kommen 1 Snowboardbag mit knapp 20 kg, ein Reisekoffer mit gut 24 kg und ein weiterer Koffer mit gut 20 kg in einen Bus, der nicht für sowas ausgelegt ist. Da die Taschen alle für meine Freundin doch etwas unhandlich oder zu schwer waren Treppen die Treppen hoch zu heben, bat ich den Busfahrer zu warten damit ich die drei Taschen schnell einladen konnte. Da er es scheinbar etwas eilig hatte, hieß es von ihm nur irgendwas auf Spanisch in Richtung: pronto pronto. Gut nachdem dieses Problem gemeistert war, der Busfahrer los fuhr, ich die Fahrt während der Fahrt bezahlt habe und wir uns hingesetzt hatten, befanden wir uns auch schon in „null Komma nichts“ in New York am Busbahnhof, wo es dasselbe Spiel in die andere Richtung gab, Taschen zu schwer und zu unhandlich, ich also wieder alles ausgeladen dem Fahrer einen kleinen Tipp da gelassen habe, dafür dass er dieses Mal nicht gleich mit seinem unfreundlichen pronto pronto ankam.

So wir also in New York viel zu früh, direkt am Busbahnhof, allerdings noch außerhalb, der Eingang des Südflügels, wo wir natürlich hin mussten zu der Uhrzeit gesperrt, also ging es auf zu dem Nordflügel. Dort angekommen begrüßte uns auch schon eine etwas schlecht gelaunte Security, die meinte kein Eintritt, als ich etwas mit der Security darüber verhandelt habe, dass wir unseren Bus erreichen müssen, meinte er nur plötzlich: „Welchen Bus müsst ihr den erreichen?“! Daraufhin habe ich ihm nun wiederholter weise die Tickets gezeigt, somit winkte er uns durch und gab uns sogar noch die richtige Richtung vor. Wir dieser Anweisung also gefolgt und zum Gepäckschalter gegangen, die Herren dort waren sehr lustig drauf und auch wirklich hilfsbereit, wie immer gab es das obligatorische: „Zeig mir mal die Tickets“ und „Koffer auf die Waage“ Spiel. Als ich das Gewicht meines Koffers gesehen habe, hatte ich schon kurz einen Herzstillstand erlitten. Die Waage zeigte 53 lbs an also 3 Pfund Übergewicht. Als die Herren dann aber meinten es sei okay und keinen weiteren wiegen wollten. Fiel mir doch ein Stein vom Herzen, sie meinten zwar er hätte zu viel Gewicht, aber es sei okay und ich müsse nur wie überall für eine zweite Tasche zahlen. Dafür wollten sie dann nur 15 Dollar Cash, statt 15,75, als mir auffiel, dass mein letztes Cash für die Busfahrt drauf ging, meinte Mausi zum Glück sie hätte doch auch noch Geld in ihrer Börse, somit musste ich keinen Geldautomaten finden, welcher meine Kreditkarte akzeptiert, also ein weiteres „Problemchen“ ohne weiteres gemeistert. Danke an meinen Engel. Naja nachdem wir deren Anweisung entgegen genommen haben, ging es für uns dann auch endlich in den Südflügel, wie immer mit 3 Koffern, als wir dann plötzlich vor dem Problem einer mindestens 30 Stufigen Treppe nach unten standen, ging dasselbe Spiel des Morgens von vorne los. Ich meine zwei Taschen in einem Zug runter gebracht und abgesetzt. Währenddessen machte sich Kim auch schon auf den Weg mit ihrem 20 kg Koffer, da ich mir das nicht mit angucken konnte, wie sie sich etwas schwer tat, bin ich ihr wie vorher angesagt entgegen gekommen und habe ihr den Koffer abgenommen und nach unten getragen. Endlich waren wir vor Ort an der richtigen Stelle und mussten nun nur noch 1,5 Stunden warten, dass unser Bus los fuhr. Die Warteschlange an unserem Gate wurde immer größer und größer, aber wir blieben gemütlich bis 10 Minuten vor Abfahrt auf unseren Wartestühlen sitzen und machten uns dann zu dem Gate, als es hieß Boarding. Als es dann soweit war, gab ich aufgrund meiner zwei Taschen die Tickets an Kim und schickte sie vor, der nette Busfahrer maulte sie dann noch an, dass man doch die Tickets bereits aus dem Heft herausnehmen soll und zum Abtrennen direkt bereit halten soll, da es ja wesentlich schneller ginge. Als ich mich dann entschuldigte und meinte, dass es ihre alle erste Busfahrt hier sei und er mich bepackt sah mit 1 Koffer, der Snowboardtasche und meinem Rucksack lächelte er nur und sagte: „Tut mir Leid, dass ich etwas unfreundlich rüber kam, aber merke es dir für das nächste Mal!“. Als ich die Taschen dann endlich an denjenigen weiter geben konnte, der den Bus beladen hatte, ging es mir wesentlich besser und so schickte ich Kim in den Bus zur Platzwahl. Als der gefunden war ging es für uns gemütlich los Richtung Toronto. Die Fahrt war nun nicht sonderlich spektakulär, da wir entweder geschlafen hatten oder es eben langweilige Gegend war.

An der Grenze hieß es dann aussteigen, Papiere bereit haben und alle Koffer mit reinschleppen für eventuelle Kontrolle des Canadischen Zolls. Da ich die ganzen Fragen an der Grenze bzw. bei der Einreise nach Canada ja schon kannte, war ich gut vorbereitet für die Fragen, welche an Kim gerichtet waren von dem netten und lustigen Grenzbeamten. Papiere parat gehabt, Rückflugticket bereit gehabt, Frage wegen meines Visums auch ohne Probleme handhaben können und somit ging es mit einem weiteren Stempel in Kims Reisepass endlich über die Grenze zum Bus. Lustigerweise wie zuvor schon gesagt mit voller Montur sprich alle Taschen aus dem Bus ausgeladen durch die Kontrolle gegangen und dann ohne Gepäckkontrolle (kein Scan, kein nichts) wieder in den Bus laden dürfen.

Nach dieser letzten Hürde, hieß es Toronto wir sind unterwegs. Dort angekommen meinte ich, es sei nicht weit zu unserer Bleibe, dummerweise war ich etwas falsch informiert und somit machten wir uns zu Fuß auf den Weg runter zu 8 York Street, 19 Level, Seeblick. Nach guten 40 Minuten Fußweg, waren wir endlich angekommen und geschafft. Wir konnten glücklicherweise, nach einem Anruf über eine „Klingel“ gleich in den Aufzug und wurden dann schon sehr freundlich begrüßt von Dom und ihrem Freund Cory. Als wir dann endlich mit den Taschen in unserem Zimmer waren, wurde mir noch alles erklärt und Kim blieb auf dem Bett sitzen und ruhte sich schon mal ein wenig aus. War ja auch anstrengend genug so eine Busfahrt von morgens 6 bis abends 20 zur Wohnung.

Danach ging es noch kurz an den Laptop um Deutschland zu sagen, JA wir sind in Canada und ja uns geht es gut, während Kim dies erledigte, machte ich uns mit dem für uns von Dom und Cory gekauftem Frühstück einen kleinen Abend Snack und das war auch gut so, denn Kim hatte scheinbar Hunger. Anschließend gingen wir gemeinsam ins Bettchen und kuschelten uns aneinander und schliefen ein.

 

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